Filmfreaks: Zuletzt gesehen und er war...

Moderator: Moderatoren

Antworten
Maiki
Fangesangmitgröhler
Beiträge: 283
Registriert: 07.10.03 21:06:23
Wohnort: Dortmund

Beitrag von Maiki » 14.05.13 23:01:30

Stay (2005)

Wow. Bin zufällig drauf gestoßen, vor allem wegen der Besetzung - keine Ahnung wie der Film mir so lange unbekannt bleiben konnte.
In Marc Forsters (Monster's Ball, Quantum) Psychothriller geht es um einen Psychiater (Ewan McGregor), der von einer erkrankten Kollegin einen Patienten (Ryan Gosling) übernimmt. Mehr sei erstmal nicht gesagt, klingt auch nicht sonderlich spannend.

Und trotzdem sitzt man nach etwas mehr als 1,5h vorm TV und fragt sich what the fuck hab ich da grade gesehn. Nachdem man logischerweise während des Films gerätselt hat, auf was es hinauslaufen könnte, bleibt es beim Abspann dabei. Realität und Phantasie verschwimmen so dermaßen, dass man selber nicht mehr weiß, was jetzt wahr ist und was nicht. Und vor allem was bei Zeus fettem Arsch es mit den Protagonisten auf sich hat.

Was neben dem krassen Mindfuck heraussticht sind die grandiose Optik und der weltklasse Schnitt. In sich verschwimmende Bilder bzw ganze Szenen, die einfach nur unglaublich gut rüberkommen. Großes Kino, Herr Forster.

Schauspielerisch glänzt neben McGregor und Gosling (die ich eh beide mag und die auch hier absolut überzeugen) vor allem Naomi Watts als Freundin des Psychiaters.

Fazit: Sicherlich nicht jedermanns Sache, ich war aber begeistert und werd ihn mir recht bald auch nochn zweites Mal anschaun.

=> 9/10

Maiki
Fangesangmitgröhler
Beiträge: 283
Registriert: 07.10.03 21:06:23
Wohnort: Dortmund

Beitrag von Maiki » 26.06.13 22:53:28

Man of Steel

Tja, der neue Superman. Wat sollich sagen. Bin mit relativ großen Erwartungen reingegangen und wurd ziemlich enttäuscht.

Was als eher düstere Superman-Verfilmung im Stile von Nolans Batman angepriesen wird/wurde, entpuppt sich als Popcornkino at it's best. Die Story haut einen nicht wirklich um, die Dialoge sind teilweise einfach schlecht und der recht große letzte Teil des Films beschäftigt sich eigentlich nur damit, wie man eine Stadt noch extremer als bei den Avengers in Schutt und Asche legen kann. Nur dass es da amüsant ist - weil der Film auch darauf abzielt. Man of Steel will dagegen ernst sein und verzichtet daher auf lustige Oneliner. Verständlich - wenn der Film das halten würde, was einem vorher versprochen wird. Anfangs- und Mittelteil sind ruhiger und soweit in Ordnung, trotzdem habich auch da deutlich mehr erwartet.

Schauspielerisch sticht keiner groß heraus, alles eher Einheitsbrei. Grade Amy Adams sollte doch bitte die Finger von solchen Rollen lassen, weil sie einfach viel mehr kann. Positiv warn natürlich die bombastischen Bilder (auch in 2D!) und die Musik (Hans Zimmer halt).

Fazit: Dieser Film hat schlicht nichts mit Nolans Batmantrilogie zu tun, dafür ist das Drehbuch einfach 2 Klassen schlechter. Für Popcornkino-Fans taugt er aber durchaus , daher

6/10

Maiki
Fangesangmitgröhler
Beiträge: 283
Registriert: 07.10.03 21:06:23
Wohnort: Dortmund

Beitrag von Maiki » 09.07.13 00:31:27

Grad keine Lust wat ausführliches zu schreiben, vllt irgendwann mal - trotzdem der Hinweis auf 3 (schon etwas ältere) Independentfilme, die allesamt sehenswert sind, wenn nicht sogar mehr:

Brick (2005)

Junebug (2005)

The Man from Earth (2007)

Leguanson
Operator
Beiträge: 1225
Registriert: 18.08.03 17:04:57
Wohnort: Freiburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Leguanson » 23.07.13 19:16:00

The Company You Keep - 5/10

Thriller über die sesshaft gewordene Generation von 60er/70er-Linksterroristen in den USA und deren persönliche Aufarbeitung ihres früheren Lebens, dazu noch in Teilen eine im Moment groß in Mode befindliche Investigativkomponente um einen jungen unerschrockenen Journalisten. Der Film wurde ziemlich gut besprochen, ich fand ihn aber eher durchschnittlich. Robert Redford wirkt in seiner Hauptrolle irgendwie steril, genauso auch seine Regie. Shia LeBeouf fand ich als Journalisten dieses Mal sogar recht gut, weil die Rolle zu ihm passt, aber sonderlich originell ist sie auch nicht. Die Dialoge sind manchmal recht flott, dann wieder - vor allem in Richtung Finale - arg klischeebeladen. Der Zwiespalt Ideologie, Prinzipientreue auf der einen und Familientreue, die Verheerung im privaten Bereich ist nicht neu genug, gerade auf filmischem Metier, um hier mit der bloßen Darstellung überzeugen zu können, da hätte ich mir originellere Wendungen erhofft. Was die reine Thrillkomponente betrifft, ist der Film zudem ausgesprochen langweilig. Kurz: Für einen Dialogfilm zu fade, für einen Thriller zu actionlos.

Pacific Rim - 6/10

Weil dieser Monster/Sci-Fi-Film von Guillermo Del Toro ist, wurde aus diesem trick- und ausstattungstechnisch schicken Popcornfilm von manchen Rezensenten etwas mehr gemacht, als er ist. Tiefgründiger als bei anderen seiner Gattung (zB den Transformers-Filmen, an die dieser Film stark erinnert) sind die Dialoge auch nicht, die Logiklöcher werden hie wie da in Kauf genommen, die rührselig-naiven Beziehungsgeflechte ebenfalls, und auch sonst kann ich nicht erkennen, warum Pacific Rim in irgendeiner Weise das Rad neu erfunden haben soll. Aber das muss er ja auch nicht. Spaß macht er trotzdem.
Eurosport: Gibt es etwas, was Ihnen nicht gefällt am heutigen Fußball?
Ronaldinho: Ich mag alles am Fußball, alles. Was mir nicht gefällt, ist, nicht spielen zu können. Es wäre perfekt, wenn ich immer spielen könnte.

zzAng
Dauerkartenbesitzer
Beiträge: 635
Registriert: 06.10.06 16:56:08
Wohnort: HD

Beitrag von zzAng » 15.09.13 20:35:59

Catch up, da ich recht viel geguckt in den letzten Wochen...

Mud (2012)

Film über das Leben in der amerikanischen Hausbootszene aus der Perspektive von zwei Jungs, die in das Alter kommen in dem man merkt, dass das Leben nicht nur easy flowt, sondern auch paar Flying Knees und Triangle Chokes parat hat. Nachdem die zwei sich mit einem Fugitive (gespielt von Matthew McConaughey) anfreunden, der mit seiner Jugendliebe reconnecten will, beschließt einer der beiden Jungs dieses Unterfangen zu supporten, da die anstehende Trennung seiner Eltern ihn vom Glauben an die echte Liebe abfallen lässt.

Neben Matt is noch Reese, die geile Milf, am Start und es geht um alte Liebe, junge Liebe, growing up, amerikanisches Hinterwälderleben, die Vergangenheit, die einen einholt und verpasste Gelegenheiten.
Das Leben der Hausbootler und das ganze Drumherum wurden treffend dargestellt und trotz des Lacks of real Innovation und Depth ein sehenswerter Flick.

7/10


The Place beyond the pines

Ryan Gosling ist mal wieder auf Loner-Tour und hat sich noch paar hässliche Tätowierungen verpasst. Außerdem fährt er wieder durch die Gegend, aber im Gegensatz zu "Drive" diesmal mit nem Motorrad. Dieses hilft ihm bei seinen kleineren und größeren kriminellen Aktivitäten bis eine Begegnung der besonderen Art, eine dramatische Wendung bringt.

Der Film besteht eigentlich aus mehreren Segmenten, einer centert um Ryan Gosling, einer um Bradley Cooper und wie es bei solchen Filmen ist, connecten die Paths auf bestimmte Weise.

Ohne zu viel zu verraten: Es geht um Vater-Sohn-Issues, Coming of Age, Identität und so, amerikanisches Kleinstadtleben... vom Theme teilweise gar nicht so unähnlich wie "Mud" (s.o.). Insgesamt aber ambitionierter, mehr flawed, etwas schwächere Jungdarsteller und dümmer. Trotzdem keine Zeitverschwendung.

6.5/10

Disconnect

Ein eigentlich überfälliger Film. Alles wovor Datenschützer, Jugendschützer, Eltern, Lehrer, Piraten und Chabos warnen wurde in einen Film verpackt. Der Film der trending Topics. Mit dabei sind Live Webcam Sex mit Teens, Social Network Bullying bei Schülern und Sicherheit von Nutzerdaten. Diese Themen alle veranschaulicht anhand der Schicksalen diverser etwas klischeebeladener Protagonisten, aber mit wirklich ordentlichen Schauspielern aus der zweiten Reihe, wie Bateman, Grillo und Skarsgard. Man bemerkt den Lehrauftrag, wie einst bei #bvb09 und vllt. eignet sich der Film als Aufklärungsfilm in der Schule. Insgesamt etwas seicht und mangelnde Edges und Rawness, aber das Ende ist dann besser als initially befürchtet.

6.5/10
:D

Bagstone
Operator
Beiträge: 1655
Registriert: 19.08.02 14:29:38
Wohnort: Zürich
Kontaktdaten:

Beitrag von Bagstone » 15.09.13 22:40:02

Is schon nich so easy nen Text zu understanden wenn der Autor nicht deciden kann which language er bevorzugt...

Bagstone
Operator
Beiträge: 1655
Registriert: 19.08.02 14:29:38
Wohnort: Zürich
Kontaktdaten:

Beitrag von Bagstone » 07.10.13 09:59:10

Gravity

Schwierig. Erste Reaktion als ich aus dem Kino rauskam: Wow. Gut gemachter Film. Aber sobald man drüber nachdenkt, fallen einem nur Unzulänglichkeiten ein. Um das vorwegzunehmen - ich fand ihn gut, und ich würde ich nochmal anschauen. Aber es gibt auch haufenweise Gründe diesen Film zu verreissen. Da wären...
- Schauspieler: Sandra Bullock ist für mich eine Fehlbesetzung.
- Realismis: Hier kann man einerseits Buzz Aldrin zitieren, der sagt der Film wäre super realistisch; andererseits haben etliche Wissenschaftler schon bei Twitter die (teilweise Plot-relevanten) Physikfehler identifiziert.
- Bilder: Ja, der Film liefert tolle Bilder. Nein, er ist nicht der erste seiner Art, und auch nicht besser als vorhergehende (habe den Film in einem 2k Kino gesehen, was auch die Original-Auflösung ist; 4k/IMAX ist nur upscaled/cropped).
- Plot: HOLY SHIT. In jedem Michael Bay Film ist mehr Plot vorhanden.

Und das regt mich am meisten auf: dieser Film hat nicht mehr CGI als ein Spielberg- oder Bay-Film, er hat weniger Plot als ein Uwe Boll Film, er ist nicht physikalisch korrekt, und trotzdem onaniert die elitäre Film-Selbstbeweihräucherungs-Gemeinde als wäre Gravity der Kulminationspunkt der Sci-Fi-Filmgeschichte. Ist er nicht, es gibt etliche bessere Sci-Fi-Filme. In erster Linie zu nennen wäre da 2001, als dessen "Enkel und Erbe" sich dieser Film sieht, aber er reicht nicht einmal im Ansatz heran.

Im Prinzip ist der Film eine Art "Open Water" im Weltraum, aber wo man sich nach "Open Water" vorkommt wie nach einem Besuch in einer schmutzigen Imbissbude, verlässt man hier das Kino zufrieden wie nach einem Besuch eines fünf-Sterne-Restaurants. Warum dem so ist ist aber schwer zu sagen, denn der Film ist weder realistisch, noch schauspielerisch herausragend, hat keinen Plot und keine "noch nie dagewesene Bilder". Dennoch gebe ich - aufgrund des positiven, zufriedenen "Bauchgefühls" nach Verlassen des Kinos - eine 7,5.

zzAng
Dauerkartenbesitzer
Beiträge: 635
Registriert: 06.10.06 16:56:08
Wohnort: HD

Beitrag von zzAng » 08.10.13 22:59:36

Only God Forgives

Don't bother watching. Dialoge wie in einer RTL2 Produktion, Plot auch in etwa. Das ganze verpackt in schönen Bildern von Bangkok und langgezogenen, farbintensiven und vermeintlich künstlerisch wertvollen Standaufnahmen, die wohl Deepness und Surrealism suggerieren sollen, aber ob der überbordenden Pretentiousness irgendwo zwischen Awkwardness und Fremdschämen pendeln. Dazu natürlich eine ordentliche Portion "stilisierter Gewalt", wie man das halt so macht und wiederkehrende Themes, wie eine Karaoke-Sequenz. Da hat jemand die Checkliste, die den Hipster-Feuilletonisten glücklich macht, akribisch abgearbeitet. Der minimale und banale Rache-Plot wird zudem noch in einer quälend langsamen Pace abgespult. Als Cherry gibt es Ryan Gosling obendrauf.

Diese Stilmittel können alle funktionieren und einen Film wirklich gut machen, wenn sie in einem klugen Drehbuch mit ausgereiften Charakteren eingebettet sind. Allerdings scheinen die Macher vor lauter Style-Begeisterung alle anderen Elemente vergessen zu haben, die einen gelungenen Film ausmachen. Der Film ist eine schöne Dia-Show mit teilweise ansprechender Musik hinterlegt, aber er hat einfach NULL Tiefe.

4/10

We are the Millers

Guter Film zum zurücklehnen und berieseln lassen an nem verkaterten Sonntag. Wenn man Jennifer Aniston sympathisch findet und über Sudeikis schmunzeln kann, kann man eigentlich nicht viel falsch machen.

Es geht um einen Drogendealer (Sudeikis), der sich durchs Leben slackt, und aufgrund eines unvorhergesehen Zwischenfalls eine temporäre Fake-Zweckfamilie mit einer Stripperin (Aniston), einem trotteligen Nachbarsjungen und einem obdachlosen Mädchen gründet.

Storytechnisch obv. vorhersehbar, aber in regelmäßigen Intervallen ist eine hinreichend komische Situation dabei und man kann sich den Film einfach als eine aufwendiger produzierte und längere Sitcom-Episode mit gelungenem Cast vorstellen.

6.5/10
:D

simplown
Sitzplatzkanacke
Beiträge: 140
Registriert: 31.05.09 12:18:49

white house down

Beitrag von simplown » 23.10.13 18:20:56

-->> white house down

Typischer Roland Emmerich Film! Wenn ich nicht gewusst hätte das es einer ist wär ich spätestens am Ende drauf gekommen :-) god bless america

ich bewerte mal einfach
action: 8/10 - wird gut rumgeballert, aber fast nicht zuviel dass es unrealistisch werden würde ;)
drama: 8/10 - yo menschen leben stehen auf dem spiel und n president und noch mehr menschen, omfg
comedy: 3/10 - ab und zu kleine jokes die aber im actiongetümmel untergehen
roter faden: 9/10 - story hangelt sich gut dran lang - keine 1000
nebenszenarien
erotik: 3/10 - leider nein, auch wenn man welche bumpsen sieht (was auch ein lacher war)

Macht sumasumarum 31von50 die ich auf 35 aufrunde weil der sonst ganz gut gemachte, klischeebehaftete ami-streifen zu schlecht wegkommen würde.

7/10 damit es einheitlich bleibt
#bvb09

Maiki
Fangesangmitgröhler
Beiträge: 283
Registriert: 07.10.03 21:06:23
Wohnort: Dortmund

Re: Filmfreaks: Zuletzt gesehen und er war...

Beitrag von Maiki » 07.11.14 01:18:39

Interstellar

Erstmal: Angucken!

Aber da ich den Film nächste Woche nochn 2. Mal gucke, gibts Review und Wertung erst dann.

Es lohnt sich.

Bagstone
Operator
Beiträge: 1655
Registriert: 19.08.02 14:29:38
Wohnort: Zürich
Kontaktdaten:

Re: Filmfreaks: Zuletzt gesehen und er war...

Beitrag von Bagstone » 07.11.14 01:28:28

Tickets schon geordert, freue mich schon auf Montag :-)

Maiki
Fangesangmitgröhler
Beiträge: 283
Registriert: 07.10.03 21:06:23
Wohnort: Dortmund

Re: Filmfreaks: Zuletzt gesehen und er war...

Beitrag von Maiki » 27.11.14 03:33:16

So, endlich. 2. mal gesehn.

Interstellar. Worum es grob geht weiss ja wohl inzwischen jeder.

Christopher Nolan (und sein Bruder, den oft viele vergessen) haben hier wohl einen Film gerettet.
Ich will nicht wissen, was das für ein Film geworden wäre, wenn der ursprünglich vorgesehene Regisseur Spielberg geheissen hätte. Dazu gabs ja auch schon ein paar Gerüchte bzgl Drehbuch.

Nolan erschafft mal wieder ein Universum. Ein Universum von Ideen, von Philosophien, ähnlich wie bei Inception.
Nur dass es diesmal wirklich um ein reales Universum bzw um unseren Planeten geht. Um den Menschen und seine Zukunft.

Interstellar zeigt, was wir im Stande zu leisten sind. Was die Menschheit erreichen kann, wenn sie dazu bereit ist.
Was sogar Liebe erreichen kann. Und was Liebe vielleicht erreichen kann, wenn wir dazu bereit sind.

-----------------------------------------------------------

McConaughey ist momentan echt in Hochform. Grade wie er die emotionalen Momente des Films spielt, ist großes Kino.
Anne Hathaway und Michael Caine, der eh immer mindestens gut is, spielen ihre Rolle routiniert runter.
Jessica Chastain wurde zwar, durchaus zweifelhaft, für Zero Dark Thirty mit nem Oscar ausgezeichnet - ich fand sie in Interstellar aber nochmal ne Ecke besser.

Der schauspielerisch heimliche Star ist für mich Mackenzie Foy. Wie sie die kleine Murph spielt stellt die meisten der erwachsenen Darsteller in den Schatten.

Zu guter letzt: Was Hans Zimmer da für einen Soundtrack rausgehauen hat, vor allem in Zusammenhang mit den Bildern, ist schlicht weltklasse. Und mit ein Grund, warum man den Film im Kino sehen MUSS. Oscar bitte!

----------------------------------------------------------

Nachdem ich den Film gesehen habe und genug Zeit hatte, drüber nachzudenken (und zu lesen):

10/10

Maiki
Fangesangmitgröhler
Beiträge: 283
Registriert: 07.10.03 21:06:23
Wohnort: Dortmund

Re: Filmfreaks: Zuletzt gesehen und er war...

Beitrag von Maiki » 29.01.16 03:25:06

Ach Leude, hab grad Bock. Vielleicht kriegt man hier ja ma wieder bisel Schwung rein. Road to the Oscars!

Mad Max: Fury Road

Schon länger her, aber zig oscarnominiert. Mit Recht! Mag eigentlich Filme nicht, wo die Story mehr oder weniger flach ist. Hier fährt man halt hin und dann wieder zurück.
Und trotzdem war es der mit Abstand beste Actionfilm des Jahres. Handmade, auf die Fresse, von vorne bis hinten. Und auch wenn es eher ein Furiosa-Film denn ein Max-Film
ist - scheiß drauf. Hat Bock gemacht ohne Ende.

Oscarnominierungen:
Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera, Bester Schnitt, Bestes Produktionsdesign, Beste Kostüme, Bestes Makeup/Haare, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Beste Spezialeffekte.

9/10

Star Wars - The Force Awakens

Für mich das Highlight des Jahres 2015. Hab genug Kritiken gelesen und Kritiken geschrieben, deswegen fass ich mich kurz: Ich fand ihn grandios. 4x gesehen nu im Kino und ich freu mich trotzdem wahnsinnig auf das Bluray-Release.
Ja, einiges kennt man aus der alten Trilogie. Ja, JJ ist mehr oder weniger auf Nummer sicher gegangen. Und trotzdem: Das war fucking Star Wars!
Ach und ich bin verliebt in Daisy Ridley. <3

Oscarnominierungen: Beste visuelle Effekte, Beste Filmmusik, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Bester Ton
(Hätte ich mir mehr von erwartet, bis aufs Rey-Theme (und auch das erst nachm 3. Kinobesuch) ist mir nu nichts im Kopf hängen geblieben.)

10/10

Der Marsianer

Film macht Spaß und irgendwo kann man die Comedy-Nominierung bei den Globes sogar verstehen. Viel Witz, tolle Bilder und ein guter Matt Damon (der bei besserer Konkurrenz wohl Probleme gehabt hätte @ Globes).
Oft gehört wie der Film mit Gravity oder Interstellar verglichen wurd, was ich 0 nachvollziehen kann. Vergleichbar wär von der Prämisse her eher Apollo 13 (natürlich will der Film das nicht sein, aber daran musste ich denken). Da verliert der Marsianer selbstverständlich um Längen, aber darum ging es dem Film ja auch nicht.

Oscarnominierungen: Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes Szenenbild, Beste visuelle Effekte

7,5/10

Creed

War nie so der Rocky-Fan und hab vorn paar Wochen nochmal Rocky 1 gesehn - und teils über diese absurden Dialoge gelacht (wofür Sly damals den Oscar bekommen hat).
40 Jahre später schließt sich also der Kreis. Der Film war absolut klasse. Kleine Längen im Mittelteil, die aber im Endeffekt nicht groß stören. Die Kämpfe sind super inszeniert,
vor allem die Kamera beim 2. Kampf (Oneshot!) war großartig. Stallone, man mag es kaum glauben, kann schauspielern und wenn er den Oscar bekommt (Globe hat er ja schon eingesackt),
dann sicher nicht nur für die Lebensleistung - richtig gut, Sly! Michael B. Jordan spielt das auch klasse, aber trotz #OscarsSoWhite hätte ich ihn auch nicht nominiert
(ohne alle gesehen zu haben) - völlig egal ob schwarz oder weiß.

Oscarnominierungen: Bester Nebendarsteller (Sylvester Stallone)
Hier fehlt mir definitiv ne Nominierung für die beste Filmmusik. Fand ich super, grade bei den Trainingseinheiten und den Kämpfen, Energie ohne Ende.

8/10

Sicario

Ich mag Villeneuve ja eh. Wie schon bei Prisoners super dichte Atmosphäre und großartige Regie. Da mich das Thema eh interessiert, umso besser. Auch wenn ich irgendwie was anderes erwartet habe.
Emily Blunt hatte ich nach den Trailern als knallharte Agentin erwartet, spielt aber eher den Part des Zuschauers. Und das macht sie gut. Es sind auch nicht unbedingt die Protagonisten (wie Josh Brolin oder Benicio del Toro),
die den Film so sehenswert machen, sondern die Atmosphäre dieses Drogenkriegs. Um den ja jeder mehr oder weniger weiß, aber durch die Kamera von Roger Deakins kriegt man alles direkt vor die Nase gehalten.

Oscarnominierungen: Beste Kamera, Beste Filmmusik, Bester Tonschnitt
Ersteres fand ich nu nicht wirklich bemerkenswert, dann doch eher Creed. Tonschnitt dagegen war klasse und hat sicher ne Chance auf den Oscar.

8/10

Bridge of Spies

Puh, schwierig. Grade gesehn und muss sagen, dass der Film mich manchmal ein bisschen genervt hat. Das größte Problem ist das Motiv von Tom Hanks' Charakter. Zieht sich durch den ganzen Film und wird nie so ganz klar.
Zumal es auf wahren Begebenheiten beruht. Da mich das Thema aber eh interessiert und es ein typischer Film war, wo man hinterher nochmal ne Stunde in diesem Internet liest, hat es sich gelohnt.
Spielberg hats geschafft, dass eine mir mehr oder weniger bekannte Geschichte Spannung erzeugt. Auch wenn ähnlich wie bei Argo einiges verändert wurde. Typisch Spielberg passte technisch quasi alles.
Dass aber das Script u.a. von den Coens stammt war mir bis grade neu und ich muss sagen - sry, das könnt ihr besser.

Oscarnominierungen: Bester Film, Bester Nebendarsteller, Bestes Originaldrehbuch, Bestes Szenenbild, Beste Filmmusik, Bester Ton
Mark Rylance spielt verdammt gut, keine Frage. Aber um #OscarsSoWhite zu bemühen: schlechter war del Toro nu auch nicht. Szenenbild fand ich fantastisch
und auch wenn ich fast alle der nomnierten nicht gesehen habe: mein Favorit! Zur Filmmusik siehe Sicario/Creed.

7,5/10

Alles steht Kopf

Pixar ist krass. Mal wieder einen Film rauszuhaun, der Kids wie Erwachsene gleichermaßen anspricht, is halt verdammt schwierig. Und wieder mal ham sies hingekriegt.
Allein die Idee, die Gefühle eines Menschen darzustellen, ist genial. Und sie verpacken es auch in einen bewegenden Film. Hin und wieder lustig, aber insgesamt eher bewegend,
denn zumindest ich musste immer mal wieder und spätestens am Ende eher ne Träne verdrücken. Und an meine Kindheit denken und was sie so für Auswirkungen hatte auf das weitere Leben.
Für mich der zweitbeste Pixarfilm nach Ratatouille, den ich einfach von vorn bis hinten liebe.

Oscarnominierungen: Bester animierter Spielfilm, Bestes Originaldrehbuch

9/10

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 12 Gäste